Dividende vs. Bonus: So optimierst du deine Steuerlast als Firmeninhaber

Ein Bonus bedeutet, dass du dir am Ende des Jahres eine zusätzliche Zahlung aus deinem Unternehmen auszahlst. Dieser Bonus wird als Aufwand in deiner Buchhaltung verbucht und mindert somit den Gewinn deines Unternehmens. Eine Dividende hingegen ist eine Ausschüttung des Gewinns an die Gesellschafter oder Eigentümer — sie reduziert nicht den Unternehmensgewinn und somit auch nicht deine Steuerlast im Unternehmen.

Daher wäre es wahrscheinlich sinnvoller, einen Bonus auszuzahlen, da du dadurch im Unternehmen weniger Steuern zahlst — oder? Schauen wir uns die Stolpersteine genauer an.

Der Bonus

Wenn du dir einen Bonus auszahlen lässt, reduziert das zwar die Steuerlast deines Unternehmens, da der Bonus als Aufwand verbucht wird. Für dich als Privatperson gilt der Bonus jedoch als Lohn: Das bedeutet, du musst darauf sowohl Sozialversicherungsbeiträge als auch die volle Einkommensteuer zahlen. Die Einkommensteuer auf Lohn ist in der Regel deutlich höher als die Gewinn- oder Kapitalsteuer, die dein Unternehmen auf den Gewinn bezahlen würde.

Dadurch zahlst du als Privatperson insgesamt mehr Steuern, wenn du den Gewinn in Form eines Bonus beziehst.

Die Dividende

Bei einer Dividende zahlst du keine Sozialversicherungsbeiträge, da sie nicht als Lohn gilt. Zudem wird eine Dividende in der Schweiz steuerlich begünstigt: Je nach Kanton wird sie nur zu 50–70% als Einkommen besteuert, während ein Bonus als Lohn zu 100% versteuert werden muss.

Wichtig: Bei der Auszahlung wird zunächst die Verrechnungssteuer von 35% abgezogen. Wenn du die Dividende korrekt in deiner Steuererklärung deklarierst, erhältst du diese 35% vollständig zurück. Das bedeutet, du bekommst die gesamte Dividende, und der steuerlich relevante Anteil wird je nach Kanton reduziert besteuert.

Ein Beispiel

Bei einer Dividende von CHF 10’000 werden dir zuerst CHF 6’500 ausbezahlt, CHF 3’500 gehen ans Steueramt. Nach korrekter Deklaration in der Steuererklärung erhältst du die CHF 3’500 zurück. Besteuert wird die Dividende dann nur anteilig — je nach Kanton meist zwischen 50 und 70%.

Stolpersteine bei der Dividende

Achte unbedingt darauf, dass das Verhältnis zwischen Lohn und Dividende nicht aussergewöhnlich abweicht. Ist dein Lohn im Vergleich zur Dividende zu tief, besteht das Risiko, dass die Ausgleichskasse die Dividende (ganz oder teilweise) als Lohn umqualifiziert. Das hätte zur Folge, dass darauf nachträglich Sozialversicherungsbeiträge fällig werden und die Dividende zu 100% als Einkommen versteuert wird.

Fazit

Eine Dividende bietet dir steuerliche Vorteile: Du zahlst keine Sozialversicherungsbeiträge darauf, und dank Teilbesteuerung wird sie bei qualifizierten Beteiligungen meist nur zu 50–70% als Einkommen versteuert, je nach Kanton. Achte darauf, dass dein Lohn im Verhältnis zur Dividende angemessen bleibt und die Dividendenausschüttung korrekt durch die Generalversammlung beschlossen wird.

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